eContent Day bei Lehmanns

Rund 40 Entscheider aus Bibliotheken, Kliniken und Unternehmen trafen sich zum regen Informations- und Gedankenaustausch in Köln. Thema des Tages war die optimierte Beschaffung und Bereitstellung elektronischer Fachmedien: eBooks, eJournals und Fachdatenbanken.

In seinem Eingangsreferat machte Dr. Marc Stadtler, Professor an der Ruhruniversität Bochum, auf den exponentiellen Anstieg und die wachsende Durchdringung digitaler Medien in allen Lebens­berei­chen aufmerksam. Anhand empirischer Studien erläuterte er die damit einhergehenden Verän­derun­gen bei der Wissensvermittlung, der Informationsbeschaffung und dem Lernen. Anschließend erfolgte bereits eine rege Kurzaussprache mit dem Tenor: Mehr und leicht zugängliche Informationen bedeuten nicht automatisch mehr Wissen bzw. höhere Lernerfolge. Lernen mithilfe digitaler Medien benötigt eine veränderte Lernpädagogik und Wissensvermittlung.

Die Teilnehmer/innen haben auch die Abfolge der anschließenden Referate sehr positiv aufgenommen. Der Darstellung des digitalen Medienangebots im Lehmanns MedienPortal folgte jeweils ein Vortrag über die Anwendung im Realbetrieb (besonders in Bibliotheken). Dabei sind auch kritische Aspekte angesprochen worden, wie die Angebotspolitik einiger Verlage (digitale Medienpakete) und eine unzulängliche Bereitstellung von Metadaten durch die Verlage. Letzteres kann vor allem in Bibliotheken eine aufwen­di­gere und verzögerte Erschließung / Inventarisierung von eBooks zur Folge haben. Interessant war auch die Ausführung von Herrn Daub, Leiter Bibliotheken an der Hochschule Furtwangen: „Unsere Nutzungszahlen machen es deutlich: Digitale Medien brauchen Werbung. Wir müssen eBooks und & Co. bei unseren Kunden [Studenten und Dozenten] bekannt machen. Ein eBook, das man nicht sieht, liest man nicht. Ein analoges Buch steht im Regal, wird dort gesehen und dann [scherzhaft] nicht gelesen.“

Damit schloss sich auch der Kreis zum Eingangsreferat: Der Umgang mit analogen Fachmedien kann nicht 1:1 auf digitale Medien übertragen werden. Vielmehr erfordert ein modernes, aktives Wissensmanagement zusätzliche Maßnahmen, um digitale Lernprozesse erfolgreich in Bildung und Ausbildungen zu integrieren. Das ist eine wesentliche Herausforderung für Bibliotheken, aber auch für Lehrende und Ausbilder, Personal- und Qualitätsmanager

Die abschließende Gesprächsrunde wurde intensiv für den Erfahrungsaustausch unter Kolleg/innen genutzt.

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